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Die Geschichte des Puccini Festspieles

Torre del Lago, Heimat vom Puccini Festival, liegt zwischen dem See von Massaciuccoli und dem Tyrrhenischen Meer, 4 Kilometer weit von den prächtigen Stränden Viareggio auf dem toskanischen Riviera, 18 Kilometern von Kunststädten Lucca und Pisa. Das Festspiel begrüßt jedes Jahr ungefähr 40.000 Zuschauer zu seinem Theater im Freien, nur einigen Schritten vom Villa Mausoleum, wo Giacomo Puccini wohnte und arbeitete. Seine sterblichen Überreste sind jetzt in der Villa in einer kleinen Kapelle. Torre del Lago ist ein geliebter Bestimmungsort für Opernliebhaber und Touristen, die wünschen, die Orte zu besuchen, wo der liebste Komponist vom 20. Jahrhundert lebte.
1930 stamm das Puccini Festspiel, um den letzten Wunsch des Meisters zu verwirklichen.“... Ich komme immer hierher und dann mache ich mit meinem Boot Jagd auf Sumpfschnepfen ... Aber einmal wurde ich gern hier herkommen, um mir unter freiem Himmel eines meiner Werke anzuhoren ...” (Giacomo Puccini im November 1924 in einem Brief an Giovacchino Forzano, bevor er sich nach Brüssel zum Krankenhaus abfuhr).
Der Vater von La Bohème und Madama Butterfly, „die letzte große Dichter von italienischen Melodrama, der größte Opernkomponist, den Italien und die ganze Welt in unserem Jahrhundert gehabt hat“ (Roman Vlad), wünschte, dass seine Geschöpfen in dieser außergewöhnlichen natürlichen Umgebung von Massaciuccoli See zur Welt kommen wurden.
Diese Wörter blieben eingeprägt in Forzano (Komödien- und Textdichter von Suor Angelica und Gianni Schicchi, auch Regisseur von Turandots Uraufführung der Mailänder Scala am 25. April 1926) und er entschließ, diesen Traum nach Puccinis Tod zu verwirklichen. 1930, zusammen mit Pietro Mascagni, Studienfreund und Zimmerkamerad des jungen Puccinis in den Jahren von Konservatorium, ermöglichte er die erste Aufführungen von Puccinis Meisterwerken am Seeufer vor dem Haus von dem Maestro. Am 24. August 1930 wurde die von Pietro Mascagni dirigierte und von Giovacchino Forzano geleitete La Bohème mit Rosetta Pampanini, Margherita Carosio, Angelo Minghetti und Luigi Montesano auf der Freilichtbühne des Lyrischen Thespiskarrens, einer Wandertheatertruppe, auf Pfahlbauen aufgeführt. Noch einmal kehrte diese Theatertruppe nach Torre del Lago im Jahre 1931 für La Boheme mit Beniamino Gigli und Adelaide Saraceni und für Madama Butterfly mit Rosetta Pampanini und Angelo Michetti, die von  Edoardo Vitale dirigiert wurden, wieder. Das war der Anfang eines größten und von Publikum beliebtesten Festspieles.
1966 wurde das Freilichttheater auf dem Terrain neben dem kleinen Bootshafen von Torre del Lago aufgebaut. Das Theater liegt noch am See gegenüber den kleinen Dörfern des anderen Ufers, dessen Lichten zusammen mit Natur, Mund und Sternen an der Inszenierung der Meisterwerke Puccinis zauberhaft teilnehmen. Jetzt gibt es Baustellen für das große Freilichttheater im Musikpark von Giacomo Puccini, das man 2008, 150. Jahrestag von Maestro Puccinis Geburtsjahr, eröffnen wird.
Durch der siebzigjährigen Geschichte des Festspieles hat die Theaterbühne von Torre del Lago die berühmtesten Persönlichkeiten der Weltlyrik aufgenommen. Mario del Monaco, der mit einer denkwürdigen Darstellung in Il Tabarro sich von der Bühne zurückzogen, Giuseppe Di Stefano, Luciano Pavarotti, Placido Domingo, Josè Carreras (Puccini Preis im Jahre 1997), Franco Corelli, Giuseppe Giacomini, Giacomo Aragall, Luis Lima, José Cura, der als Mario Cavaradossi in Tosca des Puccini Festspieles im Jahre 1995 seine wunderbare Karriere begann, Fabio Armiliato, Marcello Giordani, Marco Berti, Roberto Aronica, Fabio Sartori, Andrea Bocelli haben an Puccini Festspiel teilgenommen.
Berühmte Baritone wie Tito Gobbi, der in Torre del Lago als auch Regisseur in Tosca debütierte, Ingvar Wixell, Sherill Milnes, Rolando Panerai und Giuseppe Taddei haben die Rollen von Scarpia, Jack Rance, Gianni Schicchi und Lescaut gespielt, und Juan Pons, wunderbare Sharpless in Madama Butterfly von dem Hundertjahrfeier.
In den Frauenrollen denkwürdig sind die Darstellungen von  Giovanna Casolla,  Antonia Cifrone, Daniela Dessì,  Ghena Dimitrova, Maria Dragoni, Norma Fantini, Eva Marton, Francesca Patanè, Katia Ricciarelli, Renata Scotto,  Olivia Stapp, Maria Pia Jonata, Raina Kabaivanska. Als Dirigenten stechen Francesco Molinari Pradelli, Franco Mannino, Nello Santi, Oliviero De Fabritiis, Giuseppe Sinopoli, Yuri Ahronovich, Gian Luigi Gelmetti, Nicola Rescigno, Daniel Oren, Maurizio Arena, Anton Guadagno, Steve Mercurio, Andrea Licata und Alberto Veronesi hervor. Veronesi ist der derzeitige künstlerische Leiter des Festspieles. Viele auch die Balletten mit Stars wie Rudolf Nureyev, Carla Fracci und Georg Iancu.
Im Jahr 2000, 70. Jahrestag der Mascagnis und Forzanos mutigen Initiative, haben die Veranstalter des 46. Puccini Festival zwei neue Inszenierungen vorbereitet: Madama Butterfly unter der Regie von Vivien Hewitt, Kostümen von Regina Schrecker und Bühnenbilder von dem japanischen Bildhauer Kan Yasuda, wunderbarem Debütant als Bühnenbildner und mit dem das Projekt begann, und die großartige Tosca des Jahrestages mit der Regie von Beni Montresor. Immer im Rahmen des Puccini Festspieles 2000 die Aufführung als Konzert von Le Villi, der ersten Oper von Puccini, mit Katia Ricciarelli, Josè Cura und die rezitierende Stimme von Pippo Baudo.
Pietrasanta ist die “kleine Athens”, wo Michelangelo wohnte, als er die weiβe Marmor für seine Meisterwerke aus den apuanischen Alpen herausnahm und wo berühmte Künstler aus der ganzen Welt leben, um die einzige und besondere Technik von den Marmor- und Bronzehandwerkern zu lernen. Aus dieser Nachbarschaft entstand das Projekt Scolpire l'Opera (Oper meiβeln), in dessen Rahmen weltberühmte Künstler, die in Pietrasanta schaffen und leben, Bühnenbilder zum Puccini Festspiel erschaffen.
Nach Madama Butterfly von Kan Yasuda hat eine neue Inszenierung von Manon Lescaut mit Bühnenbilder und Kostümen von dem polnischen Bildhauer Igor Mitoraj das 48. Festspiel im Jahre 2002 geöffnet Im Sommer 2003 hat das Festspiel  eine neue La Boheme, Regie von Maurizio Scaparro, mit Bühnenbilder und Kostümen von dem belgischen Maler, Bildhauer und Illustrator Jean-Michel Folon präsentiert. Die Oper hatte groβe Publikum- und Kritikerfolg und Folon gewann den Abbiati Preis.
2004 feierte das Puccini Festspiel seine 50.Veranstaltung mit einigen erfolgsreichen Opern. Noch im Rahmen des Scolpire l'Opera Projektes arbeitete Arnaldo Pomodoro als Bühnenbildner einer neuen Produktion von Madama Butterfly, mit der das Festspiel den hundertsten Jahrestag von der Oper am denselben Tag von ihrer Uraufführung, am 28. Mai 1904, in Teatro Grande in Brescia feierte. Die groβe Freilichtbühne in Torre del Lago nahm zwei herrliche Aufführungen von dieser Oper mit Placido Domingo als Dirigent und mit Daniela Dessì und Fabio Armiliato als Cio-cio-san und Pinkerton, und eine Opergalavorstellung über Puccinis Heldinnen, Die Frauen von Puccini, mit einem neuen Domingo als erzählende Stimme von dem Komponist und berühmte Soprans, die seine Hauptfiguren interpretierten, auf.
Im Rahmen des 50. Puccini Festspieles noch Madama Butterfly mit Bühnenbildern von Kan Yasuda und eine Toscas Inszenierung von Beni Montresor, wiedergenommen von Gaetano Miglioranzi. Auch eine neue Inszenierung von zwei groβen Künstlern für das letzte Meisterwerk von Maestro Puccini, Turandot: Pietro Cascella, der eine symbolische Szene, plastische Transposition von Puccinis Musik schuf, und Cordelia von den Steinen, die die Kostüme schuf und die durch das Terrakottaheer sich inspirieren lieβ, mit der Regie von Daniele de Plano.
Das 51. Puccini Festspiel öffnete mit einer sehr neuen Inszenierung von La Fanciulla del West des amerikanischen Künstlers Nall, der auch die Kostüme schuf; auf der Bühne Daniela Dessì, Fabio Armiliato und Lucio Gallo, Regie von Ivan Stefanutti. Dann
die romantische Bohème von Jean-Michel Folon;
die traumhafte Turandot von Pietro Cascella;
und Madama Butterfly, die aus der Mitarbeit von Fondazione Festival Pucciniano und International Opera Theatre von Seoul, Südkorea, stammte.
Der Spielplan des  Festival Puccini von Torre del Lago bietet unserem Publikum vom Juni bis zum August 2006 an der großen Freilichtbühne am See sieben großartige Ereignisse zum Puccinis Musik dar. Im Rahmen von den Ereignissen unter der Mitwirkung von dem Nationalkomitee für die „Celebrazioni Pucciniane“ (Puccinis Feier) 2004 – 2008, avant premiere von Puccini Festspiel, am 18. Juni, in dem großen Freilichttheater in Torre del Lago, das wunderbare Operamusikonzert  von dem philharmonischen Orchester und dem philharmonischen Chor des „Teatro alla Scala“ – Milano mit der musikalische Leitung von Maestro Niksa Bareza.
Am 21. Juli öffnet das 52. Puccini Festspiel von Torre del Lago Tosca in einer neuen Inszenierung: im Rahmen des Projektes „Scolpire l’Opera“ („Gemeißelte Oper“): Bühnenbilder und Kostüme von Igor Mitoraj, Regie von Mario Corradi, mit Norma Fantini und der musikalischen Leitung von Alberto Veronesi.
Dann das Wiedervorlegen von zwei erfolgreichen Opern des Festspieles, Turandot mit Bühnenbildern Von Pietro Cascella, Kostümen von Cordelia von den Steinen, Regie von Daniele De Plano, und die bezaubernde La Bohème von Maurizio Scaparro und dem unvergesslichen Dichter und Freund Jean-Michel Folon. Für ihn eine besondere Anerkennung nach einigen Monaten seit seinem Tod.
2006 Puccini Festspiel öffnet sich ungewöhnlich zur japanischen Kultur und Musik. Neben der Co-Produktion zwischen den Puccini-Festspielen und der Sakai City Opera mit der neuen japanischen Inszenierung von Madama Butterfly, durch die der japanische Regisseur Masayoshi Kuriyama Stylen und Umgebungen von Japan präsentiert, mit großen italienischen und japanischen Künstlern am 17. und 20. August;
Am 3. und 9. August präsentiert das Puccini Festspiel im Europavoraus Junior Butterfly. Die qualvolle Geschichte von Madama Butterfly geht mit der Oper Junior Butterfly von dem japanischen Komponist Shigeaki Saegusa und Librettist Masahiko Shimada weiter. Die Oper erzählt die Geschichte von dem Sohn von Cio-Cio-San und Pinkerton mit dem Hintergrund von dem Atomdrama in Nagasaki im Jahre 1945.
Dann ein Anhang im Herbst in Fürstentum Monaco, wo am 21. Oktober in Grimaldi Forum die Inszenierung von La Fanciulla del West, mit Bühnenbildern und Kostümen von Nall, Regie von Ivan Stefanutti,  mit Daniela Dessì, Fabio Armiliato und Lucio Gallo, aufgeführt wird.
Im Sommer viele sind die Seitenereignisse zur Puccinis Musik und zur Gegenwartskunst, die zu den Symbolen des Puccini Festspieles geworden sind, in den schönsten Orten von Toskana.

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